AdultFriendFinder Erfahrungen: Unsere Bewertung

  • Anmeldung und Gratisfunktionen
  • Kosten und Premiumfunktionen
  • Sicherheit und Kundenservice
Gesamt
3.17
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Nutzerbewertung
5 (1 Nutzer)

Vorteile

  • große Mitgliederbasis
  • vielfältige Kontaktmöglichkeiten
  • großes Angebot an Erotikfilmen und Live Cams
  • sehr freizügige Kontaktanzeigen

Nachteile

  • schlechter Kundendienst
  • kein Jugendschutz
  • Männerüberschuss
  • viele gewerbliche Anzeigen

AdultFriendFinder Betrug oder seriös?

Die Webseite selbst ist seriös. Im Gegensatz zu vielen anderen Kontaktbörsen setzt AFF keine Moderatoren oder Controller ein, die virtuelle Profile erstellen, neue Mitglieder anschreiben und zum Abschluss einer kostenpflichtigen Mitgliedschaft bewegen sollen. Es darf davon ausgegangen werden, dass alle Profile auf AFF echt sind und sich reale Menschen dahinter verbergen.

Das bedeutet aber leider nicht, dass es bei AFF keinen Betrug oder Abzocke gibt. Das geht jedoch nicht vom Betreiber, sondern von einzelnen Mitgliedern aus. Viele erstellen ein Profil auf der Webseite, um Mitglieder zu anderen Angeboten zu locken, wo gesonderte Kosten anfallen, die nicht durch den Mitgliedsbeitrag gedeckt sind. Es liegt also an den einzelnen Mitgliedern selbst, gesundes Misstrauen walten zu lassen.

AdultFriendFinder im Test

AdultFriendFinder ist der Platzhirsch unter den Erotik Dating Seiten. Die Webseite wurde bereits im Jahr 1996 gegründet und hat ihren Sitz in den USA. In vielen Ländern gibt es Ableger in der jeweiligen Landessprache. Seit dem Jahr 2000 ist AdultFriendFinder auch in Deutschland vertreten und hat hier mehr als 2 Millionen Mitglieder. Weltweit soll die Kontaktbörse 70 – 80 Millionen Mitglieder haben und ist damit die größte ihrer Art. Als Bezeichnung wird oft die Abkürzung AFF benutzt.

Wie verläuft die Anmeldung?

Die Anmeldung bei AdultFriendFinder erfolgt nach dem auf den meisten Kontaktbörsen üblichen Schema. Neue Mitglieder müssen bei der Registrierung ein paar Angaben über ihre Person machen, beispielsweise Geschlecht, Alter, Wohnort, wonach man auf AFF sucht und ähnliches. Die Registrierung ist mit der Angabe der Emailadresse und der Wahl des Benutzernamens abgeschlossen. Sofort nach der erfolgreichen Registrierung (die nur ein paar Minuten in Anspruch nimmt), bekommt das neue Mitglied eine Email von AFF, die einen Link zur Verifizierung enthält. Durch den Klick auf den darin enthaltenen Link gelangt das neue Mitglied automatisch in den Mitgliedsbereich. Theoretisch könnte man sofort auf die Suche nach interessanten Usern gehen, in der Praxis empfiehlt es sich jedoch, erst einmal das eigene Profil so weit wie möglich anzulegen. Die Konkurrenz auf AFF ist groß und viele Männer versuchen mit allen Mitteln, Aufmerksamkeit zu bekommen. Dazu gehören ganz besonders Nacktfotos, die teilweise schon als Pornografie eingestuft werden können. Auch den sexuellen Vorlieben und Wünschen wird große Aufmerksamkeit gewidmet. Wird die Zeit für das Anlegen des Profils noch zur Anmeldung gerechnet, dauert der ganze Prozess wesentlich länger als ein paar Minuten. Man muss aber nicht alles gleich beim ersten Betreten der Webseite erledigen, sondern kann die Aufgabe nach und nach abarbeiten. Am wichtigsten ist ein gutes Profilfoto.

Funktionen und Nutzerfreundlichkeit

AdultFriendFinder bietet seinen Mitgliedern eine Vielzahl von Funktionen, von denen einige kostenlos genutzt werden können, andere dagegen eine Bezahl-Mitgliedschaft erfordern. Kostenlos ist zum Beispiel das Anlegen des eigenen Profils, die Suche nach anderen Mitgliedern einschließlich ihrer Profilfotos und Bildergalerien, das Mitlesen in Diskussionsgruppen und Blogs zu den verschiedensten Themen rund um Sex, Partnerschaft, Liebe und verwandten Bereichen. Man kann sogar andere Mitglieder anschreiben, die dafür bezahlt haben.

Kostenpflichtig ist dagegen das uneingeschränkte Versenden von Nachrichten und private Live Chats. Zahlende Mitglieder können sich auch erotische Videos ansehen und herunterladen .

Die Vielfalt des Angebots hat gute und schlechte Seiten. Auf der positiven Seite ist zu verbuchen, dass es auf AFF für fast jeden Geschmack eine Nische gibt, egal um welchen Fetisch oder Vorliebe es sich handelt. Auf der negativen Seite verwirrt die Vielfalt besonders neue Mitglieder. Sie müssen sich erst einmal Zeit nehmen, um alles in Ruhe zu erkunden. Bei der Mitgliedersuche findet man zum Beispiel Leute aus der eigenen Stadt neben welchen vom anderen Ende der Welt.

Mitgliederzahl und Struktur

Beim Punkt Mitgliederzahl gibt es schwankende Angaben, sowohl was die Zahl der Gesamt-Mitglieder als auch was die Zahl der deutschen Mitglieder bei AFF angeht. Einige Quellen berichte, dass die weltweit größte Kontaktbörse insgesamt 70 Millionen Mitglieder hat, andere sprechen von 80 Millionen. Bei der Zahl der deutschen Mitglieder gibt es ähnliche Unterschiede. Die Zahlen reichen von 1,8 bis zu 2,6 Millionen Mitgliedern. Die Schwankungen lassen sich dadurch erklären, ob beispielsweise alle Profile gezählt werden oder nur die, die in der letzten Zeit aktiv (Online) waren.

Bei der Struktur fällt auf, dass AdultFriendFinder eine Männerdomäne ist. Mehr als 80 Prozent aller Mitglieder sind Männer. Im Durchschnitt kommen also vier Männer auf eine Frau. Das ist jedoch bei Kontaktbörsen nicht ungewöhnlich und entspricht eher dem Durchschnitt. Das Ungleichgewicht wird zumindest teilweise dadurch kompensiert, dass weniger als 10 Prozent der männlichen Mitglieder ein Abo abgeschlossen haben und Frauen anschreiben können.

Kundenservice

Wenn man bedenkt, dass AdultFriendFinder das größte Portal für Sexkontakte ist, lässt der Kundendienst sehr zu wünschen übrig. Zum Support kann nur mit Hilfe eines Kontaktformulars auf der Webseite Kontakt aufgenommen werden. Es gibt weder eine Telefonnummer noch eine Emailadresse, an die sich die Mitglieder wenden könnten. Die einzige Hilfe bei Problemen bietet die FAQ Sektion auf der Webseite oder Beiträge anderer Mitglieder in Foren. Das ist für das größte Sexdating Portal der Welt recht dürftig.

Mitgliedschaften und Kosten

AFF bietet den Mitgliedern verschiedene Preismodelle zur Auswahl. Das volle Angebot des Portals kann mit einer Gold Mitgliedschaft genutzt werden. Das Angebot gibt es mit einer Laufzeit von 1 Monat für 29,72 Euro oder mit einer Laufzeit von 3 Monaten mit einem Preis von je 19,78 Euro pro Monat (59,33 Euro Gesamtbetrag). Damit können User unbegrenzt Nachrichten und Flirts senden, die Live Cams anderer Mitglieder ansehen, Freundschaftsanfragen versenden, Profile vollständig lesen, Videos und Fotos in voller Größe sehen und ohne Werbung surfen.

Für weniger Anspruchsvolle gibt es die Option Standard-Kontakte. Damit können alle Standard Mitglieder Nachrichten senden und auf diese geantwortet werden oder Freundschaftsanfragen zu senden. Es gibt einen vollständigen Zugriff auf das Profil. Der Preis für Standard-Kontakte beträgt 17,81 Euro für 1 Monat und je 10,87 Euro/Monat für 3 Monate (insgesamt 32,60 Euro).

Wer möchte, kann sein Profil hervorheben lassen, damit es bei Suchen besser gefunden wird. Diese Option kostet 8,88 Euro für 1 Monat und je 7,89 Euro/Monat für 3 Monate (insgesamt 23,66 Euro).

Wem die teilweise sehr freizügigen Videos der anderen Mitglieder nicht ausreichen, kann die Option ” Erotikfilme auf Abruf” buchen. Die Clips können als Stream angesehen und auch herunter geladen werden. Die Kosten betragen 18,80 Euro für 1 Monat und je 12,85 Euro/Monat für 3 Monate (insgesamt 23,55 Euro).

Die gewählten Optionen können mit Kreditkarte oder Lastschrift bezahlt werden. Alternativ kann auch mit Scheck oder Überweisung (Zahlungsanweisung) bezahlt werden. Die Beträge werden in US Dollar abgebucht. Im Unterschied zu den meisten Anbietern der Branche gibt es bei AdultFriendFinder keine automatische Verlängerung des Abos. Die rechtzeitige Verlängerung der gebuchten Option liegt in der Verantwortung des Mitglieds.

Sicherheit und Privatsphäre

In beiden Punkten ist AdultFriendFinder wiederholt in Verruf geraten. Zweimal, im Jahr 2015 und im Oktober 2016, wurde die Datenbank von AFF gehackt. Jedes Mal kursierten daraufhin die Daten von Millionen von Mitgliedern im Internet. Dabei konnten der Mitgliedsname, Geburtsdatum, Teile der Wohnanschrift, die Emailadresse, sexuelle Vorlieben und andere vertrauliche Informationen eingesehen werden. Wer wollte, konnte mit etwas Geschick die realen Namen und die Adresse der Mitglieder herausbekommen.

Auch sonst scheinen es die Betreiber von AFF mit der Sicherheit, speziell mit dem Jugendschutz nicht allzu genau zu nehmen. Es gibt nur unzureichende Maßnahmen (ConfirmID), um falsche Profile auszumerzen. Eine Überprüfung des Alters wird nicht verlangt. Im Prinzip können sich auch Minderjährige bei der Kontaktbörse anmelden und dort Zugang zu pornografischen Material bekommen.

AdultFriendFinder Erfahrungen: Unser Fazit

Wie ausgefallen die sexuelle Vorliebe auch sein mag, bei AdultFriendFinder findet man mit Sicherheit jemanden, der denselben Geschmack hat. Die Nachrichten und Kontaktanzeigen der Mitglieder sind oft sehr freizügig. Man kommt direkt zur Sache, ohne erst lange um den heißen Brei herum zu reden. Viele selbst gedrehten Videos sind besser und heißer als kommerzielle Pornos. Wer sich jedoch nicht nur Videos oder Bilder anschauen will oder an Dirty Talking und anderen Formen von Cybersex interessiert ist, sondern bei realen Treffen handfeste Tatsachen erleben will, hat bei AFF schlechte Karten. Viele Damen bieten entweder nur Treffen gegen Bezahlung an oder sind bloß am Chatten und Bildertausch interessiert. Dazu kommt, dass Mitglieder oft mit Nachrichten vom anderen Ende der Welt bombardiert werden, die noch dazu in Englisch, Spanisch, Französisch oder einer anderen Fremdsprache verfasst sind.

Wer Spaß an Cybersex hat, ist bei AdultFriendFinder gut aufgehoben. Wer jedoch echte Dates mit Leuten aus der näheren Umgebung sucht, wird anderswo wahrscheinlich eher fündig.

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